Gelungener Auftakt in der 1. Bundesliga (RSG)

Es war ein langer Tag, aber am Ende waren sich Alle einig: Es war ein gelungener Start der SG Gütersloh/Bielefeld im Oberhaus der Rhythmischen Sportgymnastik. Mit kritischem Blick hatten sowohl die Deutsche Turnliga, als auch wir auf die Coronazahlen ganz Deutschlands geschaut. Nachdem das Ordnungsamt in Saarbrücken aber grünes Licht für die 1. Vorrunde der Bundesliga der Rhythmischen Sportgymnastik gegeben hat und sogar 100 Zuschauer erlaubt waren, stand auch für uns fest, wir werden teilnehmen – allerdings ohne Übernachtung. Somit ging es morgens aus Isselhorst in Richtung Saarbrücken. Vor Ort ein ungewöhnliches Bild: Kontaktbögen abgeben, Fieber messen, Umkleiden nur für das Nötigste benutzen und abgesperrte Bereiche für die einzelnen Mannschaften. Ausrichter und Veranstalter hatten sich unglaubliche Mühe gegeben, die strengen Hygienemaßnahmen einzuhalten und die Disziplin einer jeden Gymnastin trug dazu bei, dass trotz aller Besonderheiten das typische „Wettkampf-Feeling“ aufkam.

Unsere Mannschaft startete direkt sehr gut in den Wettkampf. Die beiden jüngsten Starterinnen, die für uns bei dieser 1. Vorrunde an den Start gingen waren Ilina Sokolovska und Dajana Kunizki (beide TSVE Bielefeld) jeweils mit dem Ball. Beide, sonst noch im Juniorenbereich startenden Gymnastinnen, kamen ohne Geräteverluste und mit guten Schwierigkeiten durch ihre Choreografien. Auch mit den beiden Keulenübungen geturnt von Michelle Kalinicenko (TSVE Bielefeld) und Milidija Usupova (TV Isselhorst) bekamen wir gute Wertungen. Nach zwei Geräten lagen wir tatsächlich auf Platz 4 und hatten die Mannschaft des TV St. Wendel hinter uns gelassen. Allerdings hatten wir noch unsere zwei Übungen mit dem Band vor uns. Nastasja Albrecht (TSVE Bielefeld) und Isabell Grünwald (TV Isselhorst) hatten zwar nur kleine Fehler, aber da die Band-Choreografien generell eher niedrigere Wertungen haben, verloren wir hier schon wichtige Punkte. Die letzten beiden Gymnastinnen mit dem Reifen waren dann noch einmal Isabell Grünwald und Milidija Usupova (beide TV Isselhorst). Da beide mit Geräteverlusten zu kämpfen hatten, zogen hier die Saarländerinnen aus St. Wendel an uns vorbei. Und trotzdem haben wir unser Ziel, uns als absoluter Außenseiter zwischen den Top-Teams Deutschlands gut zu präsentieren, mehr als erreicht.

Um 2:30 Uhr in der Nacht waren Alle müde, aber zufrieden wieder zu Hause angekommen. Und jetzt können wir nur noch die Daumen drücken, dass auch unser „Heimwettkampf“ am 07. und 08.11. in der Bielefelder Almhalle wie geplant stattfinden kann.

Kristina Scheibner